SG-Barienrode-History

Spielberichte 2008

Vorwort Spielberichte Saison 2008/2009

Sehr verehrter Leser : Im Folgenden sind bis auf die Punktspiele
 gegen Mehle und Sack alle Ligaspiele der III.Herren der Spielgemeinschaft Diekholzen/Barienrode aus der Saison 2008/2009 nachzulesen.
Für die Richtigkeit der Angaben wird keine Gewähr übernommen.

Die Ligaspiele sind in umgekehrter Reihenfolge angegeben.
Hier (siehe unten) werden zunächst die letzten Saisonspiele dargestellt. Auf der Unterseite : "Spielberichte Rückrunde" sind alle Spiele aus dem Jahr 2009 nachzulesen, dabei waren zahlreiche, nachgeholte Partien aus der Hinrunde, die wetterbedingt ausgefallen waren. Auf der Unterseite :
"Spielberichte Hinrunde" sind alle Ligaspiele aus 2008 dargestellt.
Gegen die Mannschaften aus Woltershausen und Sack wurde jeweils nur einmal gespielt, da diese Teams vor Saisonende eine Abmeldung vom Spielbetrieb vorgenommen haben. Die Punkte aus  den beiden Spielen und die erzielten Treffer sind nicht in die Abschlusstabelle eingeflossen. Dennoch sind die Berichte der Vollständigkeit halber aufgeführt, nur zu Rückspielen kam es wegen der vorzeitigen Abmeldung nicht. Die genauen Aufstellungen und Torfolgen, sowie Spielereignisse sind zum Großteil über www.spielerkabine.net nachzulesen. Hierbei wird keine Garantie auf Richtigkeit u. Vollständigkeit der Daten gegeben. Die Spielberichte wurden von Torsten Scholz verfasst. In Vertretung hat Jan Casper den Bericht über das Hinspiel gegen Banteln niedergeschrieben.


SV Eime II - SG Barienrode/Diekholzen III 2:3 (1:1)

Die SG Barienrode hat im letzten Saisonspiel beim SV Eime II mit einer kompletten Teamumstellung nicht nur sich selbst, sondern auch noch die zahlreichen Zuschauer spielerisch überrascht. Marvin Walker, als einer der wenigen Spieler an gewohnter Position, im Tor, hatte vor sich links Dominik Wirries, David Bouabidi als Libero und rechts Peter Nagel. Lukas als Abräumer davor. Das Mittelfeld bestand von links aus Männe, Micha, Andi und Alex. Im Angriff waren Attila, trotz Erkältung an Bord, und Celo eingesetzt. David V., Szymmi, Torsten und Jan blieben zu Beginn als Reserve draussen.

Eime mit ca. 40 Spielern vor Ort, erfuhr unmittelbar vor dem Spiel durch Gästetrainer Udo Möhle vom eigenen Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Als Tabellendritter hinter Neuhof und Bockenem hatten sie eine tolle Saison abgeliefert und sich das wirklich verdient. Die 3 Punkte gegen die Spielgemeinschaft waren trotzdem fest eingeplant. So kamen sie zu Beginn druckvoller durchs Mittelfeld und Marvin musste mehrfach sein Können im Tor beweisen, in dem er Bälle abwehrte, die aus kürzerer Entfernung abgefeuert wurden. Die Deckung der Gäste, insbesondere David Bouabidi war ein umsichtiger und guter Libero. Er gewann jedes Laufduell und klärte konsequent und dabei fair im Zweikampf. Nach einem Klärungsversuch gab es für Eime Ecke von der rechten Seite. Diese wurde genau in die Mitte vor den Fünfmeterraum geschlagen, wo der SV Spieler mit der 17 einen sehenwerten Kopfball kraftvoll und platziert rechts oben im Tor unterbrachte. Gegenspieler Peter Nagel war ebenso chancenlos, wie Marvin im Tor. Das Tor gab jedoch Eime eine gewisse trügerische Sicherheit. Zwar spielten die Hausherren weiterhin gefällig nach Vorne, doch spätestens David und der aufmerksame und mitspielende Marvin waren rechtzeitig vor dem Torschuss zur Stelle. Barienrode gab sich Mühe und so legte Celo den Ball rechts außen wunderbar auf Zuruf per Hacke in den Lauf von Micha. Dessen Flanke erreichte Attila links im Strafraum und dieser wartete nicht lange, sondern versuchte mit links eine Direktabnahme aus der Luft. Diesen schwierigen Ball optimal zu treffen, hätte ein Traumtor zum Ausgleich bedeutet, aber der ungarische Angreifer traf den Ball nicht voll. Wenig später wurde er wegen Atembeschwerden in Folge seiner Erkältung ausgetauscht. Seine Postition übernahm Lukas, dessen Offensivdrang als Vorstopper nicht wirklich zu vereinbaren war. Torsten übernahm die Rolle vor der Abwehr und Jan kam für Peter auf die rechte Abwehrseite. David Vollmer hatte im Spiel plötzlich einen guten Gedanken, spielte den Ball steil auf Andreas, der am Libero aus Eime vorbei in den Strafraum lief und mit Auge links halbhoch ins Tor schlenzte. Der Schlussmann aus Eime hatte zwar noch die Finger dran, aber keine Chance den Ausgleich zu vereiteln. Auf beiden Seiten gab es noch je 2 Ecken. Allesamt jedoch von der Verteidigung unschädlich gemacht.

Zur zweiten Hälfte wurde die Partie körperbetonter. Mehrfach mussten Spieler nach Aktionen den Platz für kurze Zeit verlassen, um sich behandeln zu lassen. Beide Mannschaften waren absolut gleichwertig und lieferten sich packende Zweikämpfe. Einzelaktionen gaben dabei letztlich den Ausschlag und sorgten für die Überraschungsmomente. So war es Micha, der 3 Gegner umspielte und von links in den Strafraum passte. Lukas Vollmer in der Mitte nahm den schwächeren linken Fuss und erzielte damit ein Stokeltor (Zitat) zum 2:1. Aber Hauptsache drin. Der SV wurde nun mutiger und wollte den Ausgleich. Das schaffte immer wieder Platz zum Kontern. Aber diese Chancenauswertung der Gäste war wirklich haarsträubend. Erst konnte Männe in der Mitte die tolle Hereingabe von rechts nicht aufs Tor bringen. Dann traute sich Attila nach einem Steilpass nicht weiterzulaufen und schoss aus dem Stand mit 30 Meter Torentfernung zwar wuchtig, jedoch für den Torwart nicht platziert genug. Dann war es Peter auf rechts frei nicht gelungen, den Ball aufs Tor zu bringen, denn er wartete, bis der Eimer Verteidiger ihm das Leder vom Fuss spitzelte. Lukas machte es als Einziger richtig. Er erhielt einen Traumpass von Kapitän Andi in der Mitte , zog einen Sprint aufs Tor an und netzte absolut kühl und optisch locker rechts flach ein. Dieses 3:1 lies Eime noch mehr aufmachen. Die Aktionen wurden härter. Erst lag David und musste hinaus, dann wurde Micha böse abgegrätscht und schließlich wurde Lukas im eigenen Strafraum gefoult und konnte nicht weitermachen. Dabei musste er sich auch noch von den frustrierten Zuschauern als Simulant beschimpfen lassen, was er mit unbeherrschten Kommentaren quittierte. Zum Glück stand der Schiedsrichter ausser Hörweite. Allerdings gab es danach einige Entscheidungen, die schon sehr zweifelhaft waren. So entschied der Schiedsrichter nach einem Abstoss von Gästetorwart Marvin auf Freistoss für Eime, weil Marvin angeblich beim Herauslaufen zum Abschlag den Strafraum verlassen haben solle. "Es sei das sechste Mal gewesen!". Schade, dass vorher seitens des Schiri keinerlei Ermahnung ausgesprochen wurde. Dieser Freistoß von der Strafraumgrenze flog über die Mauer und Marvin konnte nur kurz abwehren. Im Nachschuss erzielten die Hausherren aus Eime den Anschlusstreffer zum 2:3, der aber nie hätte fallen dürfen. Dann gab es fast noch die rote Karte für Micha, der sich den Unmut des Unparteiischen zugezogen hatte und sich erstmal beruhigen musste. Gelb sah lediglich Dawid Szymanski für ein Foul an seinem Gegenspieler. Barienrode hatte weiterhin Konterchancen und nachdem Peter den Ball schön auf Männe zurückgelegt hatte, konnte der SV froh sein, dass es nicht 2:4 hieß. Im Gegenzug wurde allerdings den Hausherren ein klarer Elfmeter versagt, nachdem Alex im eigenen Strafraum nur den Gegner traf und der Referee diese Aktion als fair verbuchte. Insgesamt wachte Eime aber zu spät auf und Barienrode verdiente sich die 3 Zähler. David Bouabidi sorgte mit der letzten Aktion für Herzstillstandgefahr bei Mitspielern und Anhang. Er nahm den Ball am rechten Strafraumeck vor dem Gegner auf, lief einmal quer durch den Fünfmeterraum mit dem Ball, vorbei an Freund und Feind und war an der linken Auslinie dann erst vom Ball zu trennen. Hätte der Stürmer des SV in der Mitte nur den Fuss hingehalten und das Leder ins Tor gespitzelt, David hätte wohl ein Monatsgehalt auf der anschließenden Feier als Wiedergutmachung aufwenden können. So lieb es beim 2:3. Ein schöner Saisonabschluss, denn beide Teams waren zufrieden. Da Barienrode die Staffel wechselt wird es erstmal kein Wiedersehen geben.

VfR Bornum II - SG Barienrode/Diekholzen III 3:6 (1:3)

Bei knallig-sonnigem Traumwetter erlebten Zuschauer und Spieler ein unterhaltsames Fussballspiel mit vielen Toren und jeder Menge Spaß.

Das Spiel auf dem guten Rasenplatz in Bornum begann für die Gäste der Spielgemeinschaft mit einem Paukenschlag. Kaum hatte der Schiedsrichter die Partie angepfiffen, da nahm sich Kapitän und Goalgetter Andreas Amme, im Strafraum angekommen, den Ball und lies seine Gegenspieler wie Slalomstangen aussehen. Von rechts nach links dribbelte er sich durch den Abwehrverband. David el Bouabidi, am linken Pfosten bereits in Wartestellung, rief dreimal laut und deutlich : "Spiel ab!" Doch Andi machte es allein, schoss per Linksschuss aus der Drehung und der Ball schlug unten neben dem linken Pfosten ein. Welch ein Auftakt. Hätte Andi dieses Solo vergeben, dann - so sein eigener Kommentar - hätte er sich auswechseln lassen müssen. Die Begeisterung und die Leichtigkeit der Gastmannschaft in der Offensive führte sofort zum nächsten Vorstoss. Aber in Mitten dieser Kombination spritze ein Bornumer dazwischen und schickte links außen einen Mitspieler mit schönem Pass auf die Reise. Der nahm den Ball gut mit, zog in den Strafraum und wurde dort von seinem Gegenspieler Lars Faupel, der einfach zu ungestüm im Zweikampf war, am Bein getroffen. Dafür gab es zu Recht Elfmeter. Marvin, bei seinem Torwartdebüt, hatte sich, ebenso wie der Schütze, für die linke Seite entschieden, doch der abgewehrte Ball wurde vom Schützen im Nachschuss unhaltbar für den, am Boden liegenden, Schlussmann zum Ausgleich ins Netz befördert. Es war zugleich Bornums erste Chance gewesen. Die SG behielt Ihre Spielweise bei und war sehr kombinationssicher im Mittelfeld. Besonders die läuferische Überlegenheit machte sich deutlich bemerkbar, denn es waren Räume da und die Lücken wurden konsequent ausgenutzt. Obama setzte einen Ball knapp am linken Pfosten vorbei und auch ein Eckstoss von Celo auf Lukas, wurde von diesem zu seinem Bruder David gebracht, dessen Schuss der Torwart allerdings fangen konnte. Dann musste Kapitän Andreas wegen Augenproblemen vorübergehend den Platz verlassen und Dominik Wirries kam für ihn. Da hatte Trainer Udo Möhle ein Händchen. Direkt nach seiner Einwechslung wurde Dominik von Lukas Vollmer rechts am Sechzehner bedient und schob den Ball links flach ins lange Eck. Die Bornumer Abwehr hatte den neuen Mann schlichtweg noch nicht auf der Rechnung. Es war das erste Saisontor des langezeit verletzten 2-Meter-Mannes, was ihm absolut zu gönnen war. Bornum versuchte zu antworten, doch insbesondere die flinken Obama, Lukas & Celo waren nicht zu halten. Über die linke Seite war es dann Dawid Szymanski, der in seinem zweiten Spiel für die SG, den Ball mustergültig auf Obama durchsteckte. Der schaute kurz und traf dann am Torwart vorbei zum 1:3. Nun schien das Eis gebrochen. Bornum wurde eingeschnürt und hatte es nur seinem Torwart und der fehlenden Cleverness der Gäste zu verdanken, dass der Pausenstand nicht höher ausfiel. Chancen gab es jedenfalls massenhaft.

Zur Pause wechselte Udo Möhle und brachte Torsten in die Offensive. Lukas auf der rechten Seite und Obama und Andi im Zentrum, sollten ihn und David Vollmer bedienen. Zunächst hatten die Bornumer aber den Anschlusstreffer erzielt. Eine Bogenlampe wurde lang und immer länger und senkte sich traumhaft schön von oben links ins Tor. Marvin war ohne Chance, denn im Strafraum waren genügend Gegner die ihn irritierten. Die Hausherren wollten jetzt den Ausgleich und das Spiel drehen. Doch immer wieder schlugen Andreas u. Co lange Pässe nach vorne in die Spitze. Obama, läuferisch heute nicht einzufangen, kam im Zweikampf vor dem Strafraum zur Ablage. Torsten in der Mitte sah rechts den freien Lukas und der zog sofort ab. Das Leder schlug rechts oben unter die Latte ein. Ein Traumtor! Barienrode nahm weiter Fahrt auf und Obama bekam rechts außen den Ball. Der Torhüter eilte ihm entgegen und wurde einfach überlupft. Doch Zentimeter hinter dem Gehäuse kam der Ball hinunter. Nicht wenige Beobachter hatten diesen Ball schon im Tor gesehen. Bornum hatte sich noch nicht aufgegeben und kam über links in den Strafraum. Lars konnte nichts mehr ausrichten und so stürmte Marvin aus seinem Tor. Eine sehr strittige Szene. Der Schiedsrichter entschied auf Foulelfmeter und die Nr. 11 von Bornum, genannt "Krücke", trat an. Diesmal ging der Schuss rechts halbhoch. Wieder war Marvin mit der Hand dran, konnte aber das Tor nicht verhindern. Die SGB spielte unbeirrt nach Vorne und jetzt zahlten sich auf die Konditionsstärken aus. Alex wurde über rechts im Strafraum super angespielt, ging am Gegenspieler vorbei und wurde am Bein getroffen. Er versuchte weiterzulaufen, doch nach 2 Schritten verlor er den Halt. Der Unparteiische wertete das Foul als Schwalbe und erntete dafür ein paar derbe Worte des Barienroder Mittelfeldspielers, der für diese Unbeherrschtheit die gelbe Karte sah. Ansonsten gab es nur Ermahnungen in einem, von beiden Seiten, fair geführten Spiel. Barienrode startete den nächsten Konter und wieder war Obama links schneller als zwei Gegner. Der Torwart musste herauskommen und wehrte den Ball an die Strafraumgrenze ab. Dort kam Torsten Scholz zum Schuss, den ein Bornumer Verteidiger zwar noch zu klären versuchte, das 3:5 aber nicht mehr verhindern konnte. Auch dies war das erste Saisontor des Schützen, der kurz darauf überglücklich den Platz verlassen durfte. Der VfR hatte keine Kraft mehr zum Antworten und wurde nun förmlich überlaufen. Zunächst scheiterte Obama im Alleingang am guten Torwart. Dann war es Celo, der links steil geschickt das Leder durch die Hosenträger des bemitleidenswerten Keepers zum 3:6 in die Maschen beförderte. Wenig später vergab eben dieser Celo im Duell vor dem Torwart noch eine 100-Prozentige Gelegenheit. Dann war Schluss und alle Gäste strahlten, dem Wetter angemessen. Es wurde mit Wasserflaschen gegenseitig geduscht und Keeper Marvin bekam zur Feier des Tages eine ganze Wanne Wasser über den Kopf. Dass es sich dabei um das Schuhputzwasser der Bornumer handelte und Marvin danach bestialisch nach Jauche roch, war eine lustige Anekdote. Die Clubhauswirtin aus Barienrode hatte im Spaß vor der Abfahrt nach Bornum gesagt, sie würde ein Kiste ausgeben, wenn das Team mehr Tore erzielen würde, als Wolfsburg beim 5:1 gegen Bremen am Tag zuvor. Sie staunte nicht schlecht, als sich das Team die Belohnung abholte, denn 6 Tore in einem Spiel waren der III.Herren bis dato in einem Spiel noch nie gelungen. 

VfB Bodenburg III - SG Barienrode/Diekholzen III 2:1 (1:0)

Diese Auswärtsfahrt an einem Mittwochabend zum Nachholspiel in Bodenburg lohnte sich am Ende nicht für die SG, denn die Punkte blieben bei den Hausherren vom VfB Bodenburg. Am Borbach waren beide Teams zahlenmäßig gut vertreten und lieferten sich ein intensives, zweikampfbetontes Spiel, das meist im Mittelfeld stattfand.

Torraumszenen waren Mangelware, denn beide Seiten beschränkten sich auf die gute Abwehrarbeit. Bodenburg hatte neben Roger Schauer noch weitere 3 Altherrenspieler dabei und diese Erfahrung in der Defensive machte sich am Ende gegen das junge Team aus Barienrode bezahlt. In der ersten Halbzeit gab es kaum Torschüsse und wenn das war meist die Abwehr der SG im Mittelpunkt. Torhüter Barth hatte Libero Micha vor sich, der trotz Kopfschmerzen, ein gutes Spiel machte. Die schnellen Angreifer des Vfb stellten insbesondere Torsten und Florian immer wieder auf eine harte Probe und so fiel auch das erste Tor. Torsten auf links nicht nah genug am Gegenspieler, musste mitansehen, wie der aus 25 Metern, von links außen, den Ball nach einer schnellen Drehung ins lange Eck beförderte. Der passte genau und Barth konnte bei diesem Sonntagsschuss nichts machen. In der Offensive kam von der SG wenig. Ein Schuss von Andreas, eine Ecke, die Obama nicht verwerten konnte und ein abgeblockter Gewaltschuss von Szymmi. Bodenburgs Torwart verlebte einen ruhigen ersten Durchgang.

In Hälfte zwei wurde das Spiel offener, weil Bodenburg etwas müder wurde und nicht mehr so viel tun musste. Direkt nach Wiederanpfiff kam nach einer Ecke von rechts am ersten Pfosten ein Bodenburger unbedrängt zum Kopfball und erhöhte auf 2:0. Die SG musste nun aufmachen und versuchte offensiver zu werden. Zweimal hatte David Vollmer Pech. Zuerst erhielt er von der rechten Seite eine getimte Flanke, die er gut mit dem Kopf aufs Tor brachte, allerdings genau auf den Torwart. Danach konnte der Keeper seinen Schuss entschärfen und sich auszeichnen. Barienrode versuchte alles und kam zum Anschlusstreffer, als ein Spieler von der Strafraumgrenze unbedrängt zum Schuss kam. Zweimal war danach die Frage : Elfmeter oder nicht. Erst hatte Obama einen Steilpass erlaufen und im Strafraum am Torwart vorbeigelegt, ehe dieser und er kollidierten. Der langsame Roller wurde noch vor der Linie von einem Verteidiger weggeschlagen und der Schiedsrichter entschied auf Einwurf. Wenig später war es Micha, der nach einem Solo über den halben Platz Alex bediente, der im Strafraum auf den Torwart zulief und ebenfalls gemeinsam mit diesem zu Fall kam. Diesmal war es aber wohl in Ordnung und ein Abspiel wäre hier sinnvoller gewesen. Micha sorgte mit einem rustikalen Einsatz für den unrühmlichen Schlusspunkt einer Partie, die Bodenburg am Ende verdient, wenn auch etwas glücklich mit 2:1 gewann.

SG Barienrode/Diekholzen III - SV Westfeld II 3:1 (2:1)

Was für ein Feiertag für die Spielgemeinschaft Barienrode/Diekholzen. Nach unzähligen Versuchen und diversen Spielen, in denen die Punkte in der zweiten Halbzeit noch verloren gegangen waren, lief diesmal alles optimal. Der Fluch, nicht gewinnen zu können, ist damit besiegt.

Trainer Udo Möhle hatte zunächst einige Umstellungen in der Aufstellung vorzunehmen. Neben Christoph, der unentschuldigt fehlte, musste er auf Olli und Finki wegen beruflicher Belange verzichten. Dominik fiel verletzungsbedingt aus. Torsten konnte angeschlagen zunächst nur auf die Bank. Mit Attila im Tor, Obama, Micha, Benni in der Abwehr, Alex als Abräumer, Jan links im Mittelfeld und Luckas rechts, sowie Andi und Celo zentral und den Spitzen Litschi & Marvin ging es aufs Feld. David V., sowie Lars, der extra telefonisch nachberufen wurde, komplettierte sich der Kader.

Die SG begann sofort druckvoll und die Körpersprache der Gastgeber zeigte, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Angreifer Litschi, der mit zurückgeeilt war, eroberte den Ball, lief vom eigenen Strafraum bis Höhe des gegnerischen Strafraumes an der linken Seitenlinie entlang und lies sich auch von zwei Gegenspielern dabei nicht stoppen. Erst der letzte Verteidiger konnte ihm den Ball vom Fuß ins Aus grätschen. Dann ging es ganz schnell. Nach Einwurf von Celo gelangte der Ball zu Jan. Der flankte mit links in die Strafraummitte, wo Goalgetter u. Teamkapitän Andi den Ball, mit rechts, halbhoch, neben den Pfosten, zum 1:0, nach nur 3 Minuten, ins Netz beförderte. Luckas hatte schön durchgelassen und damit den Torwart irritiert. Nach Anstoss wurde der Ball sofort wieder erobert und der nächste Angriff lief. Die Pässe kamen sicher und Westfeld schien sichtlich beeindruckt zu sein. Wieder war Litschi offensiv schneller als sein Gegner und zog einfach mal ab. Der Schuss wurde abgeblockt und Celo lies sofort den Nachschuss folgen, doch der aufmerksame Schlussmann aus Westfeld fing den Ball. Auf der anderen Seite wurde das Duell der Nr. 15 von Westfeld, Tobias Bleckmann, dem wohl spielfreudigsten Gästespieler, mit David el Bouabidi, genannt Obama, zum hartumkämpften Infight. Nachdem David bereits früh einige Male im Zweikampf gewann, wurde er unsanft umgestossen und sein Gegenspieler erhielt die gelbe Karte. Vom Freistoss aus der eigenen Hälfte, wurde das Mittelfeld schnell überbrückt und ein toller Steilpass von Marvin auf den flinken Celo gespielt. Der scheiterte am herausgeilten Torwart und von dessen linkem Fuss sprang der Ball ins Feld zurück. In der 12. Minute war es wieder Litschi, der diesmal rechts an der Seitenlinie lief und kaum zu halten war. Er flankte punktgenau in den Strafraum, wo Marvin kurz vor dem Torwart an den Ball kam, sofort schoss, aber das Tor rechts verfehlte. Kurz darauf legte Marvin den Ball wieder auf Celo vor, doch dessen Schuss ging übers Tor hinweg. Der Westfelder Konter wurde von Micha geklärt und der Ball landete bei Luckas. Der zog einfach mal ab, aber vorbei. Westfeld, bis dato harmlos, zeigte sich dann erstmals gefährlich. Marvin störte seinen Gegenspieler nicht entscheidend, so dass dieser von halblinks nach rechts in den Strafraum flankte. Dort hatte sich die Nr. 4 der Gäste freigestohlen, nahm die Flanke aus der Luft und jagte den Ball mit Wucht über den chancenlosen Attila hinweg ins Tor zum überraschenden Ausgleich. Westfeld jubelte und war einen Moment unkonzentriert. Nach Anstoss spielte Celo einen schnellen Pass auf die linke Seite, wo Jan durchgestartet war. Der nahm den Ball toll mit und lief unbedrängt in den Strafraum. Er guckte den herauseilenden Torwart aus und schob locker rechts am Keeper vorbei zur 2:1-Führung. Westfeld versuchte zu antworten und brachte den Ball zum Spieler mit der Nummer 4, doch der wurde von Micha gestört und Attila konnte den Ball sicher aufnehmen. Nach 32 Minuten war es erneut der Spieler mit der 4 aus Westfeld, der plötzlich den Ball erhielt und sofort aus halbrechter Position, kurz vor dem Strafraum, abzog. Der Flachschuss ging knapp links am Pfosten vorbei. Attila wäre chancenlos gewesen. Lars war inzwischen eingetroffen und wurde für Luckas eingewechselt. Nach 38 Minuten war Westfeld in der Offensive. Am Strafraum kam Attila aus seinem Tor, wehrte den Ball in der Luft ab und der Nachschuss wurde zur Ecke abgefälscht. Die fing Attila dann aber locker. Im Mittelfeld meckerte Celo nach einem harten Zweikampf, genervt vom unfairen Einsteigen seines Gegenspielers, zu lange und zu heftig. Der Schiedsrichter zeigte Celo gelb und ermahnte ihn, sich zu beherrschen. Die SGB bekam die nächste Ecke und Andi brachte sie gekonnt herein. Obama verlängerte per Kopf, doch ein Westfelder klärte vor Marvin. So ging es in die Pause.

Nach der Halbzeit war die spannende Frage, wie sich das Spiel weiter entwickeln würde. Die zweite Herren kehrte siegreich mit einem 6:1 gegen Himmelsthür an die heimische Sportstätte zurück und war fortan lautstark mit Anfeuerungsrufen zu vernehmen. Die frohe Kunde des Ergebnisses sprach sich auch auf dem Feld herum, wo es zusätzlich Freude und sichtbar Energie freisetzte. Der agile Obama setzte sich erneut durch und flankte in den Strafraum, doch der Torwart fing die flache Hereingabe ab, bevor die Stürmer in der Mitte hätten einschieben können. Westfeld bemühte sich zwar, doch in der Abwehr von Barienrode war einfach kein Durchkommen. Endlich waren sie mal wieder in den Strafraum der Hausherren vorgedrungen, da schickte der gewohnt sichere und kühle Verteidiger Benni mit einem weiten Pass das Leder wieder weit in die gegnerische Hälfte. Celo bekam den Ball halbrechts wunderschön in den Lauf, lief einige Meter unbedrängt zum Strafraum und zielte genau in die linke untere Torecke, wo der Ball dann zum 3:1 nach 60 Minuten unhaltbar eintraf. Wer jetzt gedacht hatte, Westfeld würde wach, sah sich getäuscht. Zwar hatten die Gäste einen Freistoss ihres Kapitäns mit der Nr. 5, doch der aufmerksame Attila im Barienroder Tor fischte vor dem gegnerischen Stürmer die Hereingabe ab und leitete den Konter ein. Der hätte fast das 4:1 bedeutet, doch Marvin im Sprung gegen den Torhüter, konnte sich nicht entscheidend durchsetzen und beide Spieler gerieten verbal aneinander. Der Schiedsrichter ahndete das mit je einer gelben Karte für beide Akteure und Westfeld bekam den Freistoss zugesprochen. Das Spiel wurde härter, denn die Westfelder setzten mehr und mehr ihre Körper ein. Nachdem einige Zeit der Ball im Mittelfeld hin und herwanderte, fasste sich Micha ein Herz. An der linken Außenlinie, vernaschte er nacheinander gleich 2 Spieler, überlief den dritten und war alleine im Gästestrafraum. Er passte flach rechts vors lange Ecke, wo Lars Faupel mitgelaufen war, doch der rutschte nicht hinein und kam so nur Zentimeter zu spät. Dies war seine letzte Aktion, denn David V. ersetze ihn wenig später. Den nächsten Angriff brachte Obama über links nach vorne. Seine Flanke in den Strafraum verpasste Jan knapp mit dem Kopf. Dann kam der negative Höhepunkt des Spiels : Der bereits verwarnte Celo war an der rechten Seitenlinie in Folge eines Einwurfes, den der Schiedrichter gegen ihn entschied, zu unbeherrscht und schlug den Ball weg. Dafür kassierte er die zweite gelbe Karte und somit Gelb/Rot. Als ob das für die Heimmannschaft nicht schon schlimm genug war, knickte Jan Casper unglücklich um und musste das Feld verlassen. Doch die Gäste konnten kein Kapital daraus schlagen. In der 85. Minute wurde Kapitän Andreas für seine gute Leistung mit Applaus verabschiedet und Torsten kam zu einem Kurzeinsatz. Auch Marvin bekam noch seine Auswechslung kurz vor Ende. Auf dem Feld passierte jedoch, trotz des nominellen Ungleichgewichtes, nichts Nennenswertes mehr, so dass die Spielgemeinschaft überglücklich den ersten Sieg der Rückrunde feierte.

[ Besucher-Statistiken *beta* ]